Survivalratgeber

Fisher Space Pen: Der Astronauten­stift für extreme Bedingungen

Der Fisher Space Pen ist ein Kugelschreiber mit hermetisch abgeschlossener Gasdruckmine für den Einsatz in der Schwerelosigkeit. Er wurde 1967 von der NASA für bemannte Weltraumflüge freigegeben.

Als die NASA in den 60er Jahren ihre Vorbereitungen für den ersten Weltraumflüg zum Mond in die Wege leitete, mussten auch viele Austrüstungsgegenstände für die besonderen Anforderungen im Weltraum konzipiert werden. Selbst so ein trivialer Gegenstand, wie ein Bleistift stellt dabei für die Austronauten eine Gefahr in der Schwerelosigkeit dar, wenn Minen abbrechen und unkontrolliert im Raum herumschweben. Dieses Problem löste schließlich der Schreibwarenhersteller Fischer mit dem, für mehrere Millionen US-Dollar entwickelten Space Pen.

Das kann der Fisher Space Pen

Der Fisher Space Pen ist ein Kugelschreiber, dessen Mine eine thixotrope Tintenpaste verwendet. Diese steht so unter Druck, dass sie selbst in der Schwerelosigkeit noch fließt. Dadurch besitzt der Space Pen jene Eigenschaften, die selbst jene besonderen Ansprüche der Astronauten im Weltraum erfüllt.

Der Fisher Space Pen musste sich ausführlichen Test stellen und wurde schließlich 1967 von der NASA für alle bemannten Weltraumflüge freigegeben. Damit ist der Space Pen von Fisher weltweit der einzige Kugelschreiber, der auf allen bemannten Weltraumflügen der NASA dabei war. Das High-Tech-Schreibgerät wurde jedoch nicht nur von den USA, sondern auch von der damaligen UdSSR eingesetzt. Auch heute noch kommen Space Pens bei bemannten Weltraumflügen zum Einsatz.

Dabei wurde der Fisher Space Pen für wesentlich härtere Bedingungen als den Weltraum entworfen. Seine Eigenschaften umfassen vor allem:

  • Die abgeschlossene Mine verhindert ein Eintrocknen der Tinte. Damit ist der Fischer Space Pen auch nach 100 Jahren noch schreibfähig.
  • Der Space Pen schreibt sowohl im Weltraum, als auch unter Wasser, und auf fettigem Untergrund.
  • Die Funktionsfähigkeit des Space Pens ist bei Temperaturen von +121 Grad Celsius bis -35 Grad Celsius gewährleistet.

Fisher Space Pen – ein Teil amerikanischer Geschichte

Der Fisher Space Pen ist ein Meisterwerk des Ingenieurwesens und ein Teil amerikanischer Geschichte. 1948 gründete Paul C. Fisher die Fisher Pen Company im US Bundesstaat Kalifornien. Anfangs arbeitete er an einer universellen Mine, die in alle Kugelschreibermodelle passt. Als er aber erfuhr, dass die NASA auf ihren Expeditionen Unsummen für Bleistifte ausgab, welche trotzdem brechen konnten und so in der Schwerelosigkeit eine Gefahrenquelle darstellen konnten, entschied er sich dazu, die Sache in die Hand zu nehmen.

Der Astronautenstift für die NASA

Tatsächlich hatte die NASA 1965 mechanische Bleistifte zu einem Stückwert von 128,89 US-Dollar vom Hersteller Tycom Technologies bestellt, was unter heftige Kritik geriet. Später wechselten sie zu einer günstigeren Alternative, wobei es sich immer noch um Bleistifte handelte.

1966 fing Fisher also an, an einem Prototypen des Space Pens zu arbeiten. Im Jahr darauf stellte er den Wissenschaftlern der NASA seinen Space Pen AG7 vor. Das AG im Namen dieses ersten Modells stand für anti gravity, was darauf hinwies, dass der Stift auch in Schwerelosigkeit problemlos schreiben konnte. Die NASA war zuerst skeptisch aufgrund der Bleistift-Kontroverse in der Vergangenheit. Die Wissenschaftler der NASA führten also strenge eigene Tests durch. Man überzeugte sich davon, dass die Stifte hielten, was sie versprachen.

Das Original – der Space Pen AG7

Original Fisher Space Pen Astronautenstift Kugelschreiber
  • Weltraumkugelschreiber bestehen komplett aus Metal (Durchmesser: 8 mm)
  • Mit Seitenknopf
  • Schreibt unter allen Bedingungen, sogar unter Wasser

Schon im darauffolgenden Jahr, 1968, ging der erste Fisher Space Pen an Bord der Apollo 7 Mission mit ins Weltall. Medienberichten zufolge kaufte die NASA damals etwa 400 dieser Space Pens zu einem Stückwert von nur 6 US-Dollar. Der Stift bewährte sich auf seiner ersten Mission und seitdem ging keine NASA-Mission mehr ohne die Fisher Space Pens ins All.

Sogar die Sowjetunion kaufte im Februar 1969 100 der Fisher Stifte und 1000 ihrer Minen für Verwendung auf ihren Soyuz-Missionen. Aber die Fisher Pen Company ruhte nicht lange auf ihren Erfolgen. In den folgenden Jahrzehnten investierten sie Millionensummen in die Forschung und Weiterentwicklung ihres Space Pens und ihrer „Universal Cartridge Refill“-Minen.

Der High-Tech-Kugelschreiber

Heutzutage sind ihre Stifte so universell einsetzbar, wie sonst keine. Durch ihre patentierten versiegelten und unter Druck stehenden Minen können die heutigen Fisher Space Pens mehr als nur in Schwerelosigkeit schreiben: sowohl unter Wasser und in anderen Flüssigkeiten, als auch auf fettigen und öligen Oberflächen schreiben die Space Pens. Ebenso bei Extremtemperaturen von -35°C bis hin zu +121°C. Auf dem Kopf oder in Schwerelosigkeit schreiben, alles kein Problem. Auch wer seinen Space Pen verlegt hat, kann aufatmen, denn der Hersteller verspricht, dass der Space Pen eine Lebensdauer von mehr als 100 Jahren besitzt. Aufgrund der einzigartigen Versiegelung und der Tatsache, dass die Mine des Space Pens unter Druck stehen, schreiben diese Stifte bis zu drei Mal länger als durchschnittliche Stifte.

Der kulturelle Einfluss des Space Pens

Für die NASA sind die Space Pens so wichtig geworden, dass einige der Space Pens im Apollo/Saturn V Center im Kennedy Space Center dauerhaft ausgestellt sind, wo sie von mehr als drei Millionen Besuchern jedes Jahr bestaunt werden.

Auch im berühmten MoMA, dem Museum of Modern Art in New York, ist ein Bullet Space Pen (#400) dauerhaft ausgestellt. Er stellt dort ein Symbol für elegantes, amerikanisches Industriedesign dar. Wer sich noch an die Serie Seinfeld erinnert, kennt vielleicht sogar die Folge „Der Astronautenstift“ aus der 3. Staffel, in der ein Fisher Space Pen für großen Aufruhr sorgt.

Der Hersteller ist mittlerweile aus Kalifornen in den Bundesstaat Nevada umgezogen, bleibt aber dennoch weiter in Familienhand. Der Sohn des Gründers, Cary Fisher, ist der derzeitige Geschäftsführer. Neben weiteren Mitgliedern der Fisher Familie beschäftigt die Firma natürlich auch zahlreiche andere Angestellte. Über 85 Designs und Abwandlungen des berühmten Space Pens sind heutzutage erhältlich.

Fisher Space Pen kaufen

Man muss nicht unbedingt ein Astronaut sein und zum Mond fliegen, um einen Fisher Space Pen kaufen zu dürfen. Der High-Tech-Kugelschreiber ist auch für den privaten Gebrauch ideal geeignet. Besonders für Personen, die einen zuverlässigen Kugelschreiber für den Outdoor-Einsatz suchen, ist der Space Pen eine gute Wahl. Er leistet sowohl unter staubiger Umgebung als auch bei feuchter Witterung seinen Dienst. Zudem liegt er gut in der Hand.

Fisher Space Bullet Astronautenstift

Fisher Space Bullet weltberühmter Astronautenstift mit Chrom-Überzug
  • Verchromter Bullet Pen, in geschlossenem Zustand klein genug für die Tasche
  • Schreibt unter allen Bedingungen
  • Verschlusskappe kann aufs Stiftende gesetzt werden um den Stift für das Schreiben zu verlängern

Der Space Pen Bullet ist ein High-Tech-Kugelschreiber in edler Verpackung, der auch ein kreatives Geschenk für alle weltraumbegeisterten Menschen darstellt. Es ist sogar möglich den Sift zu personalisieren und ihn mit einer Gravur zu versehen. Da die Minen austauschbare sind, ist der Space Pen ein Schreibgerät fürs ganze Leben und für jede Lebenslage.

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