Survivalratgeber

Zombie Apokalypse überleben: Ein Ratgeber für den Ernstfall

Ist eine Zombie Apokalypse möglich? Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Dennoch ist es gut, für den Ernstfall vorbereitet zu sein und zu wissen, wie man die Zombie Apokalypse überleben kann.

Hollywood hat uns vorgewarnt, vom Klassiker „Nacht der lebenden Toten“ bis zu „Walking Dead“: Die Zombie-Apokalypse ist unausweichlich. Es geht nur mehr darum, wann es passiert und wie man sie überleben kann. Klar, das ist alles nur Fiktion. Dass ein Corona-Toter während der Autopsie aufwacht und den Pathologen beißt, können wir getrost ausschließen. Dennoch erfreut sich das Szenario bei Zivilschutzorganisationen weltweit hoher Beliebtheit für Planspiele. Und das zu Recht – es eignet sich hervorragend als „Stresstest“ für Notfallmaßnahmen.

Mögliche Szenarien der Zombie Apokalypse

Bisher gibt es noch keinen bekannten Fall einer Zombie Apokalypse. Doch auch, wenn ein solcher Vorfall in in der Realität eher unwahrscheinlich ist, ist das Szenario der Zombie Apokalypse die ideale Bereitschaftsübung für andere Katastrophen.

Im Prinzip umfasst die Hollywood-Fantasie drei Bereiche, die durchaus in der Realität vorkommen können:

  • Hohe Mortalität
    Eine Seuche mit einer an 100% grenzenden Letalität (von den wenigen mysteriöserweise immunen Überlebenden abgesehen).
  • Gesellschaftlicher Kollaps
    Ein totaler oder großflächiger Zusammenbruch jeglicher Gesellschaftsstrukturen.
  • Latentes Bedrohungsszenario
    Ein allgegenwärtiges Bedrohungsszenario für die wenigen Überlebenden z. B. durch Plünderungen.

Tauschen wir nun das Zombie-Virus gegen ein mutiertes Ebolavirus, dass selbst in nördlicheren Breitengraden weit ausbreitungsfähig ist, bekommen wir den Zusammenbruch der Gesellschaftsordnung im Ernstfall schnell mitgeliefert. Wir sehen gerade, wie selbst ein vergleichsweise harmloser Erreger Staat und Sozialstrukturen an die Grenze der Belastbarkeit drängt. Hätte das Corona-Virus volle Luftübertragungsfähigkeit und nur einige wenige Prozentpunkte höhere Sterblichkeitsraten, wäre das bereits ein Game Over für die meisten Gesundheitssysteme und Nationen dieser Welt.

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Der letzte Faktor, die allgegenwärtige Bedrohung, kommt von selbst. Nur in der Form von marodierenden Banden und Plünderern statt Zombies. Lächerlich? Wir haben in Krisenzeiten bereits Messerstechereien und zumindest zwei bestätigte Schießereien wegen Klopapier erleben.

Klopapier!

Die Zombie Apokalypse überleben

Die Schlussfolgerung lautet daher: Wer eine Zombie-Apokalypse überlebt, ist auch gegen viele reale Bedrohung gewappnet. Aber wie überstehen wir die Welt der Untoten? Da spielen viele Maßnahmen zusammen.

Faktor 1: Persönliche Fitness

Ein Thema, das gerne verschwiegen wird, weil damit der wenigste Profit gemacht werden kann. Aber machen wir uns nichts vor: Wenn man im Katastrophenfall überleben will, ist eine Grundfitness unverzichtbar. Nicht nur um von Zombies davonlaufen zu können. Erhöhte Mobilität ohne Fahrzeuge, oft in unwegsamen Gelände, schleppen von Ausrüstung, Erbauen von Unterständen, Jagd. All das sind körperliche Strapazen, auf die man sich vorbereiten kann. Eine gesunde Kombination aus High Intensity Training und Cardio, dreimal die Woche, ist vollkommen ausreichend.

Faktor 2: Das richtige Versteck

Dazu gibt es dutzende Ratgeber, aber man muss deutlich unterscheiden: Wenn es noch „Pockets“ von Rest-Zivilisation gibt, ist der Unterschlupf in den Bergen vielleicht nur zweite Wahl. Warum? Weil man Tätigkeiten und Umweltbedingungen ausgesetzt ist, die man bisher nicht gewohnt war. Eine Verletzung oder Erkrankung kann hier ein Todesurteil sein – da keinerlei Fremdhilfe zugänglich ist. Die Alternative in einem solchen „nicht alles ist verloren“ Szenario wäre zum Beispiel ein gut verteidigbares, allein stehendes Haus in der Nähe einer Kleinstadt mit bis zu 25.000 Einwohnern. Mit, einem eigenen Krankenhaus und einer Kaserne mit Militär vor Ort kann diese unter Umständen als „Bastion“ gehalten werden. Rudimentäre medizinische Versorgung und Schutz können erbeten oder eingetauscht werden.

Nur im Falle eines totalen Zusammenbruchs ist die absolute, unzugängliche Abgeschiedenheit zu bevorzugen. Und hier gibt es einige Schlüsselansprüche:

  • Eigene Wasserversorgung. Entweder ein Tiefbrunnen oder eine nahe gelegene Quelle. Ein Bach kann leicht kontaminiert werden und bietet keine 100% Sicherheit.
  • Innerhalb von 90 Minuten per Fahrzeug oder zwei Tagesmärschen zu erreichen.
  • Dritten Personen nicht bekannt.
  • Unzugänglich und uneinsehbar außer für jene, die den Standort kennen.
  • Geringe Gefahr, per Zufall entdeckt zu werden.

Natürlich sollte bereits vor Ort ein gewisser Notvorrat angelegt sein. Wer auf die Idee kommt, sich mit 200 Kilogramm Nahrung und Ausrüstung zu seiner Fluchtburg auf den Weg zu machen, hat schon verloren.

Faktor 3: Ausrüstung und Vorräte

Auch hier gibt es reichlich Literatur, teilweise gute Ratgeber mit umfangreichen Notvorrat Checklisten. Die Basics umfassen jedoch immer:

  • Notfallnahrung. Lange haltbar, hohe Energiedichte. Supplements für Vitaminzufuhr. Essenzielle Aminosäuren und Fette müssen enthalten sein oder in anderer Form (Fischkonserven) zugeführt werden.
  • Wildnistaugliche Kleidung (Mehrere Sets)
  • Ebensolches Schuhwerk (Ebenfalls, mindestens 2-3 Paar)
  • Erste Hilfe Ausrüstung (und Kenntnis davon!)
  • Medikamente
  • Kommunikationsmittel. Leuchtraketen, CB Funkgerät e.t.c. Solarpanele und wartungsfreie Batterien zur Stromversorgung
  • Leuchtmittel (Taschenlampen)
  • Campingausrüstung. Idealerweise aus erprobten Armeebeständen.
  • Messer, Werkzeug, Angel- und Jagdausrüstung
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  • Notfallrucksack mit gepolsterten Trageriemen sowie gepolstertem Taschenrücken
  • Rettungsrucksack mit zusätzlichem Schnellverschlussgurt zur Stabilisierung
  • Erste-Hilfe-Rucksack mit 2 Tragegriffen für individuellen Einsatz

Spätestens jetzt werden sich viele fragen: Ja, aber was ist mit den…

Faktor 4: Waffen

Die Glock im Gürtel, das Scharfschützengewehr am Rücken, die AK-47 in der Hand und so lässig die postapokalyptische Welt der Untoten durchstreifen. So stellt es sich der Film- und Serienfan oder Videospieler vor. Klingt schön, vielleicht sogar wildromantisch, ist aber noch unrealistischer als die Zombie Apokalypse selbst. Warum?

Man muss mit Waffen umgehen können

Ein an der Waffe nicht ausgebildeter Normalbürger ohne ausreichend Schießstanderfahrung verletzt sich eher selbst, als Zombies (oder Banditen) gefährlich zu werden. Wenn jemand zum ersten Mal eine Pistole abfeuert, ist es ein Glückspiel, ob er oder sie auf 15 Meter Entfernung überhaupt ein Garagentor trifft. Jäger und Sportschützen sind hier klar im Vorteil.

Waffen müssen besorgt werden

Wenn Sie in einem Land leben, in dem man eine Kalaschnikow oder AR-15 wie einen Supermarktartikel erwerben kann, dann bitte, tun Sie sich keinen Zwang an. Vergessen Sie aber nicht auf den Munitionsvorrat. Welche Waffe legal und leicht erhältlich ist, ist von Land zu Land verschieden. Beachten Sie ihre Gesetze.

Die nützlichsten Waffen in der Zombie Apokalypse

Schusswaffen, sortiert nach ihrer Nützlichkeit, absteigende Reihenfolge, ohne militärische Waffen:

  • Jagdgewehr in gängigem Kaliber
  • Schrotflinte
  • Revolver
  • Pistole
  • Hochenergie-Luftdruckwaffe (mindestens 50 Joule Mündungsenergie) im Kaliber 6.5 – 9mm mit Pumpsystem zum manuellen Nachfüllen der Kartusche

Andere Distanzwaffen, ebenfalls nach Nützlichkeit geordert. Voraussetzung ist Training und einiges an Erfahrung:

  • Armbrust (modern, Jagdausführung)
  • Pfeil & Bogen
  • Schleuder
  • Wurfmesser / Wurfstern
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  • Zuggewicht: 30-55 lbs einstellbar
  • Ziehlänge: 24"-29,5" einstellbar
  • IBO Geschwindigkeit: 310fps

Nahkampfwaffen:

  • Machete (als einfach zu führende Waffe und Universalwerkzeug unschlagbar)
  • Schwert (historische Replik, kampftauglich, geschliffen. Benötigt viel Training)
  • Katana (für Experten)
  • Kampfmesser (benötigt Training im Messerkampf)
  • Baseballschläger (ein Klassiker)
Survival Machete mit Nylontasche
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Noch einmal: Die beste Bewaffnung nützt nichts, wenn man damit nicht umgehen kann. Ein erfahrener Messerkämpfer ist einem leidlich trainierten Schwertschwinger immer überlegen. Entscheiden Sie sich, trainieren Sie, besorgen Sie sich jene Waffen, mit denen Sie am besten umgehen können.

Faktor 5: Soziales Netzwerk

Das Überleben in kleinen, loyalen Gruppen ist dem als Einzelgänger vorzuziehen. Die Geschichte ist voll von Beispielen, wie verschworene Klüngel mit sich gegenseitig ergänzenden Fähigkeiten unglaubliche Gefahrensituationen und Katastrophen überlebt haben. Eine ausgewogene Gruppe aus Jagd- und Kampferfahrung, medizinischen Kenntnissen, sozialer Intelligenz und Kommunikationsfähigkeit hat immer noch bessere Chancen als der einsame Will Smith bei I am Legend.

Faktor 6: Mobilität

In seinem Unterschlupf ausharren, ist keine nachhaltige Lösung. Irgendwann gehen die Vorräte zur Neige, oder man wird gefunden. Selbst in einer Gruppe kann man nicht von dauerhafter Sicherheit ausgehen. Haben Sie immer einen Plan B und Plan C bereit, zu dem Sie ausweichen können.

Lässt sich die Zombieapokalypse überleben?

Das wissen wir nicht. Aber wenn Sie diesen Ratschlägen folgen, sind Ihre Chancen auf jeden Fall besser. Übrigens auch in jedem Atom- und Bürgerkrieg oder jedem allgemeinen Seuchenszenario.

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