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Notvorrat anlegen: Liste für Lebensmittel und Notfallausrüstung

In Krisenzeiten ist es empfehlenswert einen Notvorrat an Trinkwasser und Lebensmitteln für eine Notsituation vorzuhalten. Hier findest du eine Notvorrat Liste für einen Zeitraum von 10 Tagen.

Umweltkatastrophen oder Epidemien können schnell zu Notfallsituationen führen. Um darauf gut vorbereitet zu sein, ist es ratsam, stets einen Nahrungsmittelvorrat für 10 Tage im Haus zu haben. Dies ist die offizielle Empfehlung der Bundesregierung, die dafür auch eine Checkliste zur Verfügung stellt um den passenden Notvorrat anlegen zu können. Hier erfährst du, was ein üblicher Haushalt pro Person an Lebensmitteln und Trinkwasser vorrätig halten sollte.

Notvorrat anlegen Checkliste

Neben Trinkwasser und Lebensmitteln gibt es weitere Notfallausstattung, die im Ernstfall benötigt wird. Die Notvorrat Liste sollte die wesentliche Bedürfnisse des Menschen abdecken. Dazu gehören vor allem:

  • Flüssigkeit und Nahrungsmittel
  • Wärme und Unterkunft
  • Information und Kommunikation
  • Hygiene und medizinische Versorgung
  • Sicherheit und Schutz

Trinkwasser als Notvorrat anlegen

Ein Mensch kann nur etwa 4 Tage lang ohne Flüssigkeit überleben. Daher ist es entscheidend, genügend Trinkwasser zuhause zu haben. Doch wie viel Wasser benötigen Sie pro Person, um im Notfall 10 Tage überbrücken zu können?

  • Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe empfielt 2 Liter pro Tag und pro Person.
  • Bei diesen 2 Liter sind 1,5 Liter für das Trinkwasser pro Person gedacht, die restlichen 0,5 Liter können zum Zubereiten von Nahrung wie Reis oder Nudeln verwendet werden.
  • Daher werden etwa 20 Liter für jede Person im Haus benötigt, um 10 Tage ohne weitere Unterstützung überleben zu können.
  • Natürlich eignet sich nicht nur Wasser, sondern auch andere Getränke, wenn sie eine längere Haltbarkeit besitzen.

Lebensmittel als Notvorrat anlegen

Während der Mensch ohne Wasser nur wenige Tage lang überleben kann, wäre es im Notfall möglich, bis zu drei Wochen ohne Lebensmittel und Nahrung auszukommen. Dennoch ist es ratsam, einen gewissen Notvorrat vorzuhalten, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Das Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat eine Empfehlung aufgestellt, was pro Person an Lebensmitteln benötigt wird, um etwa für etwa zehn Tage überbrücken zu können.

  • Getreideprodukte: Getreideprodukte eignen sich besonders für den Notfall, da sie nahrhaft und lange haltbar sind und sich schnell zubereiten lassen. Etwa 3,5 kg sollten sich pro Person an Getreideprodukten, wie wie Kartoffeln, Nudeln, Reis oder Zwieback, im Notvorrat befinden.
  • Gemüse und Hülsenfrüchte: Gemüse ist gesund und kann eine Mangelerhnährung vermeiden. Da Gemüse jedoch nicht sehr lange haltbar ist, sollten sich hier vor allem Dosen im Notvorrat befinden. Empfohlene Menge pro Person ist etwa 4 kg. Hier eignen sich vor allem Rote Beete, Mais, Erbsen, Bohnen und Sauerkraut.
  • Obst: Da Obst ebenfalls nicht besonders lange haltbar ist, sollte es entweder aus der Dose kommen (wie Ananas und Pfirsich), oder getrocknet im Notvorrat vorgehalten werden (wie Rosinen und Pflaumen). Etwa 2,5 kg ist hier die empfohlene Menge.
  • Milch und Käse: Bei der Mich sollten natürlich nur als haltbare Produkte für den Notvorrat erworben werden. Etwa 2 kg lautet hier die Empfehlung pro Person. Zudem sind 500g Hartkäse vorzuhalten.
  • Fisch, Eier, Fleisch: Insgesamt wird für 10 Tage etwa 1,1 kg an Fisch oder Fleisch benötigt. Hier gilt es vor allem zu Dosenprodukten wie Thunfisch, Hering, Bockwurst oder Leberwurst zu greifen. Auch die Dauerwurst ist eine gute Möglichkeit. Zudem sind 5 Eier pro Person empfehlenswert.
  • Fett und Öl: Diese werden vor allem zum Kochen benötigt, hier wird etwa 0,5 kg an Streichfett, Butter und Öl für den Notvorrat angelegt.
  • Mehl, Zucker und Salz: Diese drei Lebensmittel sind die Grundlagen für jede zubereitete Mahlzeit und sollten daher im Notvorrat ebenfalls ausreichend vorhanden sind.
  • Weiters nach Belieben: Neben dieser Grundausstattung können natürlich auch Fertiggerichte und Süßigkeiten den Notvorrat ergänzen. Kaffee und Tee je nach Vorlieben.

Wesentlich sind zudem haltbare Lebensmittel und Langzeitnahrung, die auch über einen längeren Zeitraum ein Überleben sicherstellen kann. Ein Beispiel ist hier die Notfallnahrung NRG-5.

Notverpflegung, Krisennahrung, NRG-5, 1 Karton mit 24 Packungen a 500 g, (9 Riegel)
  • Ideal zur Bevorratung; Jede Tagespackung enthält 9 einzeln verschweißte Riegel für sicheren Schutz und eine extrem lange Haltbarkeit von...
  • Hochgradig nahrhaft; Bereits eine Packung mit 500 g deckt mit 2300 kcal den normalen Tagesbedarf eines Erwachsenen, dank der Riegel lässt...
  • Natürlich und lecker; NRG-5 ist lactosefrei, vegan, frei von Gentechnik, geeignet für Personen ab 6 Monaten und sofort verzehrfertig;...

Hier einige wichtige Hinweise und Tipps zum Umgang mit den Lebensmitteln im Krisenfall:

  • Da es in Krisenzeiten auch zu einem Stromausfall kommen kann, sollten darauf geachtet werden, dass Vorräte auch ohne Kühlung lagerbar sind.
  • Achten Sie daher darauf, dass Sie Lebensmittel in ihrem Notvorrat besitzen, die im Notfall auch kalt gegessen werden können.
  • Achten Sie stets auf die Pflege des Notvorrats. Schimmel und Schädlinge können Ihre wertvollen Lebensmittel in kürzester Zeit völlig vernichten.
  • Was die Reihenfolge betrifft, sollten Sie immer die Lebensmittel zuerst essen, die am ältesten sind und am schnellsten schlecht werden.
  • Wenn Sie Haustiere besitzen, müssen sie auch an deren Bedarf an Flüssigkeit und Futter denken und eine entsprechende Menge im Notvorrat aufbewahren.

Notfallausstattung als Notvorrat anlegen

Neben der Notfallnahrung muss ein Notvorrat auch einige weitere wichtige Dinge enthalten. Hier eine ausführliche Liste:

  • Campingkocher: Um bei einem Stromausfall dennoch warme Mahlzeiten zubereiten zu können, eignet sich vor allem der Campingkocher. Mit diesem kann auch ohne Strom gekocht werden. Hier finden Sie bereits sehr günstige Campingkocher, die Sie online bestellen können.
  • Dokumentenmappe: Sollte ein Feuer ausbrechen, oder es aus anderen Gründen notwendig sein, schnell das Haus zu verlassen, haben Sie mit einer Dokumentenmappe alle wichtigen Unterlagen bei sich. Dazu gehören beispielsweise Familienurkunden, Sparbücher und Versicherungspolicen.
  • Hausapotheke: Um auch für kleine Verletzungen oder andere Notfälle gerüstet zu sein, sollte auch die Hausapoteke stets gut versorgt sein. Dazu gehören Erste-Hilfe-Sets, Desinfektionsmittel, Wundverbände, Pflaster, Salben und Medikamente. Achten Sie vor allem auf Mittel gegen Durchfall, Übelkeit und Schmerzen. Erfahre hier mehr über den Inhalt der Hausapotheke.
  • Notfallradio: Stellen Sie sicher, dass Sie aktuelle Informationen empfangen können. Dafür sollten Sie einen Radio besitzen, das mit Batterien oder mit Solar betrieben werden kann.
  • Taschenlampe: Des Weiteren benötigen Sie eine Taschenlampe. Auch hier sind Produkte empfehlenswert, die sich im Notfall auch ohne Batterien und Stromversorgung betreiben lassen.

Hier finden Sie ein Solarradio mit Taschenlampe, das auch mit einer Handkurbel betrieben werden kann. Zudem lässt es sich im Ernstfall als Powerbank nutzen, um zum Beispiel das Handy zu laden.

Was es sonst noch zu beachten gibt

Es gibt noch weitere Punkte, die es zu beachten gibt, um im Notfall gut vorbereitet zu sein. Wichtig bei der Vorratshaltung ist, dass sie nur sinnvol ist, wenn sie auch regelmäßig genutzt wird. Lebensmittel sollten stets vor dem Ablaufen der Haltbarkeitsdauer verzehrt und erneuert werden. Dabei ist es am besten, wenn die Vorratshaltung optimal in den üblichen Hausgebrauch integriert wird. Ein Vorrat an Lebensmitteln für 10 Tage hilft so auch das alltägliche Leben zu erleichtern. So kann Zeit zum Einkaufen gespart und die Sonderangebote vieler Supermärkte besser genutzt werden.

Beachten Sie auch Veränderungen in der Personenanzahl im Haus. Wenn zusäztliche Personen oder auch Haustiere in den Haushalt kommen, ist es erforderlich, die Vorratshaltung entsprechend anzupassen.

Einen Ratgeber für Notfallvorsorge mit umfassender Checkliste stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zur Verfügung. Sie können die Brochüre als PDF hier herunterladen. Damit wissen Sie, wie Sie in Notsituationen richtig handeln.

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